Archiv für Interrail `95

InteRalley - Siebenundzwanzigster Tag

Dienstag, 25. Juli 1995

Heute sind wir um 8 h aufgestanden, damit wir in Ruhe Sachen packen, frühstücken und zur Heineken-Brauerei fahren können. Bei der Brauerei waren wir um 10 h, wobei die Führung erst um 11 h anfangen sollte. Wir haben uns an die Gracht gegenüber gesetzt.

Um 11 h war Einlaß und wir wurden mit 6x 25 Leuten umhergeführt. Die Erklärung war auf englisch, wovon man nur die Hälfte verstehen konnte. Gut war aber, daß wir Bilder, Filme und Ausstellungsstücke zu sehen bekamen. Endlich durften wir probieren, dann ging es aber schon weiter. Zum Schluß durften wir uns `ne dreiviertel Stunde im hauseigenen Lokal zusaufen. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen. Ich habe mir noch `ne CD von der Band von gestern Abend geholt und wir sind ins Hotel, um unsere Sachen zu holen.

Dann haben wir am Bahnhof bestimmt 3 Stunden gesessen. Der Zug kam pünktlich und wir haben uns gleich ein Abteil reserviert. Um kurz nach zehn kamen wir endlich in Hamburg an, es verabschiedete sich einer vom anderen.

Wir fuhren getrennt nach Hause.

Schnief…
Im nächsten Jahr wieder?

P.S.: Meine Mutter sagte mir später, wir hätten gestunken wir ein Taubenschlag. Aber immerhin waren wir auch einen Monat unterwegs. Ich erinnere mich noch, daß es während der gesamten Fahrt nicht daraufankam, welches T-Shirt am saubersten ist, sondern welches am wenigsten stinkt.

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InteRalley - Sechsundzwanzigster Tag

Montag, 24. Juli 1995

Heute morgen haben wir endlich einmal ausgeschlafen. Wir sind daraufhin für 9 Gl frühstücken gegangen und haben gemerkt, daß wir eigentlich mitten im Rotlicht-Viertel wohnen.

Danach sind wir zum Bahnhof und Markus hat sich ein Ticket nach Hamburg gekauft, ich hatte es schon am Vortag gekauft. Danach sind wir ins Zimmer, da die Brauerei-Besichtigung (Heineken) erst um 14:30 h sein sollte. Dort haben wir herumgesessen.

Um 14 h sind wir dann zur Brauerei gefahren. Wie sollte es anders sein, die Führung war natürlich ausverkauft. Also mußten wir morgen noch einmal hin. Wir sind dann bei McDoof etwas essen gegangen. Dort haben wir ein Gutschein für irgendein Laser-Spiel bekommen, welches die anderen drei ausprobieren wollten. Ich bin ins Hotelzimmer zurück. Die anderen kamen nach.

Irgendwann sind wir zum Bahnhof und haben uns IC-Zuschläge für morgen gekauft. Dann sind wir wieder zurück.

Markus und Malte haben sich irgendein Werbeblatt durchgelesen, in dem ein Lokal angepriesen wurde, bei dem es 3 Liter Bier für 18 Gl ausgeschenkt werden sollten. Wir sind hingefahren. Es waren nicht 3 Liter, sondern 1,8 Liter, aber es hat `ne geile Band gespielt.

Übrigens: In Amsterdam gibt es keinen Supermarkt in der City, der Getränke verkauft. Malte und ich sind 5 km gelaufen, bis wir einen kleinen Shop gefunden haben.

Fleming:
„In Belgien sprechen sie Frankreich“
„Otzmar Hitfeld“
„Wie heißen meine Taschen?“

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InteRalley - Fünfundzwanzigster Tag

Sonntag, 23. Juli 1995

Heute morgen sind wir um 7 h aufgestanden, alle bis auf Fleming geduscht. Um 8 h saßen schon alle, Sachen schon gepackt, am Frühstückstisch und frühstückten 1 Stunde in Ruhe.

Dann zum Bahnhof und mit dem ganzen Gepäck in der Rush-Hour mitten in Paris zum Gare du Nord. Dort haben wir `ne dreiviertel Stunde auf den Zug gewartet. Die Zugfahrt war nicht besonders spannend, bis auf das Liegen von Flem. Er wollte unbedingt von sechs Sitzen drei belegen. Wir haben es ihm nicht erlaubt.

In Amsterdam kamen wir pünktlich an und haben uns erst einmal Geld getauscht. Dann sind wir zur Jugendherberge, mit dem guten Gefühl, ein Zimmer zu haben. Nein! Unser Zimmer, das wir reserviert hatten, war schon belegt. Ärger, ärger…

Markus` Kommentar: das liegt vor allem daran, daß wir gar keine Reservierung hatten, da die in Paris meinte, es wäre jetzt alles in Ordnung, auch ohne Wertmarke!

Wir also zurück zum Bahnhof, weil dort ein Schlafsaal für 25 Gl die Nacht sein sollte, in der Jugendherberge hätte uns das Zimmer 36 Gl die Nacht gekostet. Während wir diesen Raum suchten, kamen wir an ein Hotel, das uns das Zimmer für 35 Gl die Nacht anbot. Wir haben angenommen. Oben im 4ten Stock roch es schon reichlich nach Hasch, aber sonst alles OK!

Dann sind wir wieder in Richtung Jugendherberge gefahren, um dort in der Gegend eine Pizza zu essen, Erinnerung an Behrhorsts Zeiten. Die schmeckte gut, wie damals. Dann suchten wir einen Headshop. Nach einigen teuren Pipes, haben wir dann billige gefunden. Flem hat sich `ne Blubber gekauft.

Ach so: Natürlich durfte nachmittags Würger und abends McDoof nicht fehlen.

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InteRalley - Vierundzwanzigster Tag

Samstag, 22. Juli 1995

Ich bin aufgewacht und Fleming rüttelte an der verschlossenen Tür. Ich wache wieder auf und Flem steht neben seinem Bett und schreit. Markus ist wach, Malte schläft.

Ich „Was ist denn? Hat der Wecker schon geklingelt?“
Markus: „Natürlich nicht!“ (maulig).
Flem steht am Fenster, hinausguckend und sagt: „Ach hier sind wir!“
Dann ist er ins Bett gegangen: „Hier waren wir am Anfang schon einmal.“
Markus und ich reden auf ihn ein: „Am Anfang waren wir in Hamburg!“
ERKLÄRUNG (nach Fleming):
„Ich war der Meinung, wir wären auf einer Fähre und hätten verpaßt auszusteigen. Ich bin also ans Fenster gesprungen, um zu gucken wo wir sind. Ich stellte fest, das wir in Paris sind und glaubte, daß wir am Anfang in Paris auf die Fähre gestiegen wären. Ich bin sozusagen an Bord eingeschlafen, obwohl die Fähre gar nicht losgefahren ist. Ich bin einfach kreativer als ihr.“
Markus und ich schauen uns ungläubig an.
Markus möchte ein Schild machen:
Fleming,
Du bist in Hamburg,
auf keiner Fähre,
wir haben kein fünftes Ticket,
es sind nicht drei Stufen,
du liegst im Dunkeln,
ganz ruhig!
Keiner verhöhnt dich
völlig safe!

Nach dem Frühstück haben wir versucht ein Zimmer für drei Nächte in Amsterdam zu reservieren. Zwei Stunden haben wir gesessen, nur um zu erfahren, daß wir nur für die erste Nacht eine Reservierung bekommen haben.

Markus, Malte und ich sind in die Stadt gefahren. Wir sind zum Eiffel-Turm gefahren, Markus und Malte sind hinaufgestiegen. Ich habe 1,5 Stunden gewartet. Heute hat es zum ersten Mal auf dieser Reise geregnet, und es war arschkalt.

Danach sind wir zu Würger-King, danach zurück ins Heim.

Diskussion über Toleranz und Intoleranz, Streitereien häufen sich, ich habe langsam keine Lust mehr. Noch `ne Woche würde ich es nicht aushalten.

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InteRalley - Dreiundzwanzigster Tag

Freitag, 21. Juli 1995

Heute war kein besonderer Tag. Morgens haben wir gefrühstückt, danach wurde es zu

  • HEIß
  • um irgendetwas zu unternehmen, außer im Schatten zu sitzen. Wir haben also drinnen ein bißchen gekickert (wobei man auch schon ins Schwitzen kam), gesessen (natürlich draußen im Schatten, da war`s am kühlsten), gekickert, gesessen, gekickert…

    Irgendwann, als es dunkel wurde haben wir eine riesige Diskussion über Rechts und Links und Kriminalität geführt.

    Abends sind wir alle ins Bett gegangen (ach nee!).

    Einleitung zu Flems fettem Traum:

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    InteRalley - Zweiundzwanzigster Tag

    Donnerstag, 20. Juli 1995 (immernoch?!)

    Ich habe mich in ein anderes Abteil gesetzt, weil die Liegen mich an Bombannes erinnerten. Dort kam, ich hab schon halb geschlafen, ein Mann rein und setzte sich (die Türen konnte man nicht abschließen). Ich setzte mich in ein anderes leeres Abteil und schlief dort. Um ca. 5 h wurde ich wieder geweckt. Diesmal von einem Jungen. Danach konnte ich nicht mehr einschlafen (vielleicht Angst beklaut zu werden).

    In Paris sind wir um ca. 6:30 h angekommen. Dann haben wir uns zwei Stunden in eine Halle in Montparnasse gesetzt, haben zwischendurch noch eine Jugendherberge in Paris angerufen. Die sagten uns, daß man dort nicht reservieren könne. Also haben wir unsere Sachen eingeschlossen und sind erst einmal losgegangen. Wo sind wir gelandet? Bei McDoof auf der Champs-Elyssee.

    Danach wollte Markus noch etwas anderes sehen. Aber erst haben wir die Auberge gesucht. Das war vielleicht eine Suche. Alle, die wir fragte, wußten, daß die Straße, die wir suchten, im Süden von Paris liegt, aber keiner wußte, wo genau. Bis ich in einem Weinladen nachgefragt habe. Der Verkäufer hat mir genau aufgeschrieben, wo wir aus und umsteigen müssen.

    Es war am Arsch der Welt (oder von Paris zumindest). Wir haben uns eine Tageskarte gekauft und sind hingefahren. Dort an der Station mußte man noch einen Weg hochkrakseln, bestimmt `ne viertel Stunde vom Bahnhof. Noch ohne Gepäck. Zimmer 30 DM aber OK!

    Dann sind wir ins Museé der Technik und Science gegangen und es wurde wie immer auf dieser Reise immer heißer. Dort war es für mich nicht so interessant, weil ich schon einmal dort war.

    Dann sind wir zurück zum Bahnhof und haben unser Gepäck geholt und sind ins Heim zurück.
    Auf dem Weg haben wir noch eingekauft. Den Abend haben wir mit Kicker und Skat im Heim verbracht.

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    InteRalley - Einundzwanzigster Tag

    Mittwoch, 19. Juli 1995

    Heute morgen, gut geschlafen, um 7 h aufgewacht. Flem brauchte heute morgen am längsten, er lag noch im Bett, als die dritte Person schon am Duschen war. Um viertel nach acht haben wir das Haus verlassen, bezahlt hatten wir schon am Vorabend, um noch etwas zu frühstücken und den Zug um 9:18 h zu bekommen. Wir wollten nach Roscoff fahren und von dort auf die Insel.

    Am Bahnhof stellten wir fest, das der Zug erst um 9:40 h fährt, also warteten wir und frühstückten in Ruhe. Danach reservierten wir für Sonntag den TGV von Morlaix nach Paris. Der Zug nach Roscoff hatte zehn Minuten Verspätung.

    Endlich angekommen, haben wir uns nach dem Abfahrtsort der Fähre nach „Ile de Batz“ erkundigt. Es waren keine Fähren, es waren umgebaute Kutter. Die Überfahrt hat 14 Fr gekostet. Drüben angekommen wollten wir erst einmal etwas essen, aber wir fanden es besser, erst einmal die Sachen in die Jugendherberge zu bringen. Dort sagte man uns entweder, daß wir die Sachen im Zelt unterstellen könnten, bis wir Abends ein Zimmer bekämen, oder, daß wir im Zelt (Massenzelt) übernachten müßten. Wir wissen es nicht genau, wir haben ihn nicht so recht verstanden. Jedenfalls verwahrten wir die Sachen im Zelt, denn die Rezeption machte erst um 18:30 h wieder auf.

    Dann gingen wir mit dem Plan umher, den wir uns zuvor gekauft hatten und fanden ein kleines Lokal, indem man etwas essen konnte und wo außerdem noch ein Kicker stand. Dort haben wir teures Essen bekommen, aber was will man auf einer Touristen-Nepp-Insel erwarten.?!

    Wir haben uns dort noch den ganzen Nachmittag vergnügt. Als wir feststellten daß hier auf der Insel kein Supermarkt, sondern nur teure Geschäfte existieren, haben wir beschlossen, daß wir abreisen. Wir haben unsere Sachen aus dem Zelt geholt und sind zurück nach Roscoff.

    Hier wußten wir überhaupt nicht, was wir machen sollten und haben erst einmal einen Crêpe gegessen. Der hat uns aber auch nicht weiter gebracht. War auch noch teuer.

    Auf dem Weg zum Bahnhof, eigentlich war schon beschlossen, daß wir nach Morlaix fahren, haben wir überlegt, ob wir nicht gleich nach Brüssel fahren.

    Am Bahnhof haben wir auf den Zug gewartet. Der kam nicht. Malte sagte, der nächste käme um 17:05 h und hat dabei übersehen, daß damit ein Bus gemeint war. Den haben wir dann natürlich verpaßt. Also hatten wir weitere zwei Stunden Zeit, um den letzten Bus zu bekommen. Wir haben uns dann überlegt, daß wir für ein paar Tage nach Paris fahren und von dort direkt nach Amsterdam. Wir werden also nicht in Brüssel halten.

    Markus und ich sind noch in den Supermarché der Stadt gegangen (wir haben tatsächlich einen gefunden). Den Bus haben wir bekommen.

    Ach so: Die TGV-Reservierung wollten wir noch zurückgeben, in Roscoff konnte sie aber nicht entgegengenommen werden, da der Computer abgestürzt war.

    In Morlaix hatten wir auf einen früheren Zug als 23:37 h nach Paris gehofft, aber Fehlanzeige.
    Als wir in Morlaix angekommen sind, haben wir erst einmal unsere Sachen eingeschlossen und haben uns auf die Suche nach`ner Pizzaria gemacht. Wir sind bestimmt `ne dreiviertel Stunde umher gerannt und haben überall gefragt, bis wir einen pinkelnden Mann getroffen haben, der uns lallend erzählte „Links, nachdem ihr geradeaus gegangen seid“. Pizza hat gut geschmeckt, Klobrille ist immer hin und her gerutscht.

    Danach haben wir uns noch das Dorffest angeschaut. Eine Stunde standen wir bei großartigen Clows `rum, überall gab es noch Musik. Danach sind wir zurück zum Bahnhof gegangen, gesessen, Flem ist auf`s Damenklo gegangen und hätte fast 5 Franc für ein Taschentuch an uns bezahlt, weil er kein Klopapier hatte. Schade, schade…

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    InteRalley - Zwanzigster Tag

    Dienstag, 18. Juli 1995

    Die ersten Worte:
    (Markus) Wer war das denn?
    (Ich) Die hat hier gepennt, ich hab ihr in der Nacht ans Bein gefaßt, als ich mein T-Shirt holen wollte (Ich hatte mit freiem Oberkörper geschlafen)

    Aufgewacht sind wir mit zwei anderen Leuten in unserem Abteil. Sie ist in Bordeaux ausgestiegen, Er ist weitergefahren und war sauer, daß wir unseren ganzen Sachen auf seiner Pritsche hatten.

    Gewaschen, Zähne geputzt und nachdem er dann ausgestiegen war, ging die Diskussion los, die vom Ort, wo wir denn bloß hinfahren, bis zur Beschuldigung von Kompromißlosigkeit ging. Es krachte nur so.

    In Nantes fragten wir einen Schaffner wohin, übrigens wir fahren erst zu den Hinkelsteinen, dann auf die Insel, und er wies uns in den nächsten Zug, und wir stiegen ein.

    Am Bahnhof haben wir beschloßen, daß Markus, Malte und Ich zu den Hinkelsteinen latschen und Flem am Bahnhof auf die Sachen aufpaßt. Wir sind bestimmt `ne dreiviertel Stunde dorthin gelaufen nur um festzustellen, daß die Megaliten (Manhires) auf einem Feld stehen, welches eingezäunt war. Toll! Dafür hätte man noch 45 Fr bezahlen sollen. Für nichts und wieder nichts (Doch, habe bestimmt gute Fotos gemacht) sind wir `ne dreiviertel Stunde hin und dasselbe wieder zurück gelaufen. Markus und ich haben uns mächtig einen Sonnenbrand geholt.

    Unterwegs haben wir noch bei einem Supermarkt eingekauft.

    Wieder beim Bahnhof angekommen haben wir uns eine Tütensuppe von Flem gemacht. Danach abgewaschen, Sachen gepackt, Zug kam, eingestiegen, abgefahren.

    In Quimper, wo wir übernachten mußten, sind wir (Flem und ich) durch die Stadt gelaufen, um irgendein billiges Hotel zu finden. Die erste Person, die wir fragten, dachte wohl, wir wären Franzosen, jedenfalls hat er uns einen vom Wolf erzählt und uns in seiner Sprache vollgedröhnt, daß er auch jeden Tag eine billige Unterkunft suche.

    Als zweites gingen wir in ein Hotel, welches zwar voll war, wo uns die Wirtin aber in eine Seitenstraße führte und uns zu einem Haus führte, welches wir niemals für ein Hotel gehalten hätten. Die alte Besitzerin (Hotelfrau), so sagte Markus, sähe aus, als hätte sie überall in unserem Zimmer kleine Löcher gebohrt und schaut uns beim Umziehen zu.

    Abends haben wir noch Skat gespielt.

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    InteRalley - Neunzehnter Tag

    Montag, 17. Juli 1995

    Heute um ca. 8 h haben wir den Waggon gewechselt, um nach Nizza zu kommen. Wir hatten außerdem nur bis zu irgendeinem Kuhdorf hinter der italienisch-französischen Grenze reserviert.

    In Nizza haben wir erst Geld getauscht, dann haben wir unseren Zug reserviert (oder wollten es, hat nicht ganz geklappt, weil wir zu lange diskutierten, wohin wir als nächstes fahren). Wir waren dann noch getrennt einkaufen, Fleming und ich haben im Bahnhof geduscht. Dann ging die Wohin-Diskussion weiter.

    Endlich hatten wir uns geeinigt, nachdem Malte erfahren hatte, daß wir mit dem Zug nach Nantes fahren könnten, von dort sollte es entweder in die südl. Bretagne zu Hinkelsteinen oder in die nördl. Bretagne auf eine Insel namens „Ile de Batz“ gehen. Entschieden haben wir uns noch nicht.

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    InteRalley - Achtzehnter Tag

    Sonntag, 16. Juli 1995

    Um ca. 5 h sind wir in Napoli angekommen:
    Die ersten Worte:
    Sind wir da?

    Erst haben wir unser Gepäck zur Aufbewahrung gebracht, dann sind wir etwas essen gegangen, in dem einzigen Cafe´ , daß offen hatte. War nicht besonders lecker.

    Nach Herumfragerei haben wir die Bahn gefunden, mit der wir nach Pompeji fahren sollten. Wir haben noch `ne halbe Stunde gewartet, sind noch `ne halbe Stunde gefahren und dort stand schon `ne große Menschenmasse. Es hat sehr lange gedauert, bis wir unser Ticket endlich hatten, und es wurde heißer und heißer. Wir haben uns dort alles (Na ja) angeguckt und sind nach 3,5 Stunden wieder raus.

    Im Zug hat Flem auf sein T-Shirt gesabbert, er hat nämlich mit offenem Mund geschlafen, wie so immer.

    Am Bahnhof sind wir zum ersten Mal Neppern in die Hände gefallen. Wir sind in eine Pizzaria etwas essen gegangen. Das Essen haben wir erst nach `ner dreiviertel bis einer Stunde bekommen, und das bei Spaghetti (am Nachbartisch hat es nur `ne viertel Stunde gedauert). Sicherlich wollte der Wirt, daß wir noch etwas trinken. Als wir ihm sagten, daß wir fertig wären, konnte er keinen finden, der uns die Rechnung schreibt. Was für`n Arsch. Sein Sohn hat es ihm gesagt, wir haben es ihm gesagt, doch er hat erst ein paar andere Rechnungen geschrieben. Dann hat Fleming ihn angemeckert, er solle uns gefälligst die Rechnung bringen. Schnell war sie da, aber für ihn kein Trinkgeld.

    Den Zug nach Rom haben wir um 16 h genommen.

    In Rom haben wir überlegt, wo und ob wir etwas essen gehen oder lieber zuerst das Kolosseum angucken. Rom war im Gegensatz zu Brindisi Arsch-teuer.

    Im Zug gab es abends eine riesige Diskussion, ob der, der oben liegt, auch ein Recht hat, seinen Rucksack oben zu horten und ob Markus ziemlich egoistisch ist. Gut geschlafen? Markus fand die Fahrt ziemlich zum Kotzen. Er lehnte sich aus dem Fenster mit den Worten „Jetzt kommt`s“ und hat sich erst einmal entlehrt.
    .
    Ach so: Als wir in Rom in den Zug eingestiegen sind, gab es noch ein Problem. Der Schaffner wollte unseren reservierten Plätze nicht akzeptieren. Er sagte, pro Abteil gäbe es nur vier Liegen, mit uns wären es aber schon sechs in dem Abteil. Später hat es sich geklärt.

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